Annahmen besprechbar machen

Im Rahmen von der Organisations-, Personal- und Qualitätsentwicklung am Standort ist die Erforschung der eigenen Wertvorstellungen und Annahmen von zentraler Bedeutung, denn sie bestimmen – oft unausgesprochen oder unartikuliert – eigene Handlungen und Ziele (vgl. Argyris und Schön 2008, Schön 1983, Senge 1992).

In einem Prozess vom „Ich“ zu „Wir“ kann jede/r für sich zunächst eigene Positionen und Sichtweisen einschätzen, um dann in den Austausch mit anderen zu gehen. Hierzu bieten Crowther et al. (2009, S. 114ff) ein Selbsteinschätzungstool, in dem eigene Perspektiven bzw. vorläufige Annahmen begutachtet und somit besprechbar gemacht werden können:

Crowther-Selbsteinschätzungstool


Arbeitsschritte:

  • Jede einzelne Person füllt die Einschätzung aus, um eigene Sichtweisen und Vorstellungen zu klären.
  • Kolleg/inn/en gehen in den Austausch.
    • Wie stehst du zu… ?
    • Wie stehe ich dazu?
    • Welche gemeinsamen Annahmen haben wir?
    • Wo sind Unterschiede festzumachen?
  • Das Kollegium identifiziert die gemeinsame Basis zuerst und hält diese fest. Dann werden die Unterschiede identifiziert.
    • Wie wirken sich diese auf die Entwicklung einzelner?
    • Auf die Arbeit am Standort?
    • Auf Qualitätsentwicklung insgesamt?
    • Wo braucht es eine klare Position am Standort – trotz Unterschiede – um weiter voran zu kommen?


Last modified: Thursday, 17 May 2018, 8:08 PM