Glossar


Fachbegriffe kurz und bündig definiert

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Lerndesign

Lerndesign ist eine Kompetenz, ein Prozess und Produkt. Lehrpersonen konkretisieren und übersetzen die fachlichen Inhalte des Lehrplans für ihre Schüler/innen (Kompetenz) und entwickeln ausgehend von den zu erreichenden Lernzielen (vom Ende her) Kernideen, Beurteilungsaufgaben und Kriterien (Prozess), wodurch letztendlich ein 1-2 seitiges Produkt entsteht. Dieses Produkt wiederum ist die Grundlage für weitere methodisch-didaktischer Entscheidungen über Lehr- und Lernprozesse (Materialien, Lehrwerke, formative Leistungsfeststellungen, …)


Weiterlesen zum Thema Lerndesign


Lernen

Lernen ist für lebendige Wesen Grundvoraussetzung dafür, sich an die Umwelt anpassen zu können und die Umwelt verändern zu können. Die Ergebnisse von Lernprozessen sind nicht immer eindeutig messbar.

Viele wissenschaftliche Disziplinen befassen sich mit dem Lernbegriff. Hier finden Sie Impulse und Zitate zum Lernbegriff aus pädagogischer Sicht.


Lerninhalt

Lerninhalt 

Lerninhalte sind das, was die Lernenden lernen sollen: Informationen, Konzepte, Fertigkeiten, die von dem Lehrplan grob vorgegeben und durch Lerndesignprozesse konkretisiert werden.


Lernprodukt

Lernprodukte sind die Aufgaben, die den Lernenden ermöglichen sollen, ihr Wissen, Verstehen und Können zu demonstrieren.


Lernprofil

Lernprofile geben Informationen darüber, wie die Lernenden am besten individuell lernen. Lernprofilsysteme sind z.B. VAK (visuell, auditiv, kinästhetisch), Multiple Intelligences, und andere Lernstilanalysen.


Lernprozess

Lernprozesse sind die Abläufe, die durch Aufgaben und Übungen gestaltet werden, um sich die Lerninhalte anzueignen. Sie sind die „Didaktisierung“ von Lerninhalten.


Lernseitigkeit

Lernseitigkeit ist der Musterwechsel von „Ich habe gelehrt“ zu „Meine Schüler/innen haben gelernt“. Wie wird der Lernprozess in Gang gesetzt? Was passiert während des Prozesses? Wie kann Lernen in Gang gehalten werden? Und was bringt Lernen zur Vollendung?

John Holt (2009) hat das prekäre Verhältnis zwischen „Lehren“ und „Lernen“ besonders prägnant formuliert:

„Ich kann in 4 bis 7 Worten zusammenfassen, was ich als Lehrer letztendlich lernte:
Die 7-Wort Variante ist: Lernen ist nicht das Produkt von Lehren. Die 4-Wort Variante ist: Lehren erzeugt kein Lernen. Lerner erzeugen Lernen. Lerner erschaffen Lernen.“


Lernstandsbeobachtung

Kontinuierliche Lernstandsbeobachtung gelingt durch die Wachsamkeit der Lehrperson, die das Geschehen im Unterricht immer im Auge hat, die Lerninhalte und Prozesse kontinuierlich anpasst, und Gruppen und Individuen während der Lernphasen unterstützt.


Lernumfeld

Lernumfeld umfasst die Atmosphäre, Gruppendynamik und Beziehungen zwischen den individuellen Lernenden und der Lehrperson und unter den Lernenden in der Lerngemeinschaft.


Lernziel

Ist klar definiert und bleibt im Verlauf der Lehr- und Lernprozesse unverändert. Legt fest, was die Schülerinnen und Schüler in der Auseinandersetzung mit den Lernthemen der einzelnen Fächer verstehen, wissen und tun können. Im Zeitalter der Kompetenzorientierung sind diese Ziele messbar, den Rahmen bilden die Lehrpläne und die Bildungsstandards. Die Fachexpertise der Lehrperson konkretisiert und definiert die Kompetenzen entsprechend der jeweiligen Schulstufe.


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