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R

Rick Stiggins

(Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 30. Januar 2018, 17:00)

http://rickstiggins.com/

Stiggins, R. (2017). The perfect assessment system. ACSD


Robert Marzano

(Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 30. Januar 2018, 17:18)

https://www.marzanoresearch.com/robert-j-marzano

Marzano, Robert J. (2006). Classroom Assessment & Grading that work. Alexandria: ASCD.

In Classroom Assessment and Grading That Work, Robert J. Marzano provides an in-depth exploration of what he calls “one of the most powerful weapons in a teacher’s arsenal.” An effective standards-based, formative assessment program can help to dramatically enhance student achievement throughout the K–12 system, Marzano says. Drawing from his own and others’ extensive research, the author provides comprehensive answers to questions such as these:

  • What are the characteristics of an effective assessment program?
  • How can educators use national and state standards documents as a basis for creating a comprehensive, topic-based assessment system?
  • What types of assessment items and tasks are best suited to measuring student progress in mastering information, mental procedures, and psychomotor procedures?
  • Why does the traditional point system used for scoring often lead to incorrect conclusions about a student’s actual knowledge?

What types of scoring and final grading systems provide the most accurate portrayal of a student’s progress along a continuum of learning?


Rollenwahrnehmung in drei Kontexten

(Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 7. Februar 2018, 19:00)


Lehrkräfte arbeiten nicht nur als Lehrer/in im System, sie arbeiten auch als Kollege/Kollegin im Team, und wenn sie eine Teacher Leader Rolle einnehmen, arbeiten sie am System. Diese drei Kontexte tragen unterschiedliche Annahmen und Selbstverständnisse mit sich. Eine Person, die im Unterricht als Lehrer/in die Klasse mit Finesse wirksam führt, nimmt vielleicht eine sekundäre Rolle im Rahmen von Teamarbeit ein. Als Teacher Leader handeln sie aus ihrem Verständnis bezüglich Führung und Verantwortung in einer bestimmten Funktion.

Rückmeldekultur

(Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 17. Januar 2018, 11:40)

Die lernförderliche Rückmeldekultur bündelt drei aus den Top 10 Faktoren, die Hattie (2011) in seiner Rangliste als besonders effektiv identifiziert: Selbsteinschätzung der Schüler/innen (1), formative Evaluation des Unterrichts (3) und Feedback (10). Besonders die formative Evaluation ist ausführlich beforscht, wird aber leider sehr wenig im Unterricht genutzt (Neuweg, 2009).

Eine wirksame Rückmeldung führt also zu besseren Lernergebnissen, aber nicht jede Form der Rückmeldung wirkt gleich gut. Vier verschiedene Formen können unterschieden werden: Lob, Rat, Feedback und Response.

Lob und Rat sind häufig gut gemeint, aber kaum wirksam und gelegentlich sogar kontraproduktiv. Lob („Gut gemacht!“) kann beschämend wirken, wenn die gelobte Person denkt, dass sie es eigentlich nicht verdient hat. Rat („Du sollst mehr üben!“) ist ähnlich problematisch, da er meist sehr unspezifisch ist und entnervend wirken kann. Wer bereits viel übt, kann mit diesem Rat nichts anfangen. Lob und Rat sind darüber hinaus personenbezogen und mit Zuschreibungen und (Vor)Urteilen verknüpft.

Feedback und Response sind dagegen leistungsbezogen. Feedback zeigt auf, welche konkreten Schritte unternommen werden können, um die Leistung zu verbessern und welche Lernwege effektiver sind („Wenn du diese Teilbewegung übst, wirst du weiter springen können.“ „Du hast ziemlich schnell gesprochen, darum war es schwer zu verstehen. Probiere diesen Absatz langsamer zu sprechen, übertreib dabei!“). Response ist die subjektive Reaktion auf eine Leistung und hilft dabei, die eigene Wirkung auf andere zu sehen. Die Botschaft wird dabei meist in der Ich-Form formuliert „Ich bin begeistert, das war schön anzuschauen!“ „Ich habe mich ziemlich anstrengen müssen, um zu folgen. Das Tempo hat mich gestresst!“).  

Wirksame Rückmeldung ist zielorientiert (Was ist das Ziel?), handlungsorientiert (Was kann ich tun, um das Ziel zu erreichen?), prozessbezogen (Welche Strategien sind hilfreich? Welcher Fortschritt wird sichtbar?) und ergebnisbezogen (Wo stehe ich? Was ist noch zu tun?) (Hattie, 2011).

Auch eine förderliche Rückmeldekultur braucht klare Ziele, damit der Lernweg festgelegt werden kann und klare Kriterien (Maßstäbe), damit die Leistung entsprechend eingeschätzt werden kann und weitere effektive Schritte festgelegt werden können.

Literatur

Hattie, J. (2011). Visible Learning: Maximizing Impact on Learning. London: Routledge.

Neuweg, G.H. (2009). Schulische Leistungsbeurteilung: Rechtliche Grundlagen und pädagogische Hilfestellungen für die Schulpraxis. 4. Auflage. Linz: Trauner Verlag.

Westfall-Greiter, T. (2013). ZLS-Jahresschwerpunkt „Förderliche Rückmeldekultur“. 5 Minuten für..., 19 (2013). https://www.lernende-schulen.at/mod/forum/discuss.php?d=23

 


Rückmeldung

(Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 18. Januar 2018, 09:43)

"Förderliche Rückmeldekultur" von Tanja Westfall-Greiter

Weiterführende Literatur


Rückwärtiges Lerndesign - Video

(Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 3. Januar 2018, 11:43)

Rückwärtiges Lerndesign, 2011

Screenshot



Auszug aus Aufnahmen von BildungsTV beim 1. Regionalen Lernatelier der G4 West
in St. Johann im Pongau, 19. -20. Oktober 2011

Tanja Westfall-Greiter, Bundeszentrum für lernende Schulen - NMS- Entwicklungsbegleitung,
gibt einen Überblick über die inhaltliche Arbeit der Unterrichtsentwicklung der Neuen Mittelschule im pädagogischen Bereich Rückwärtiges Lerndesign.

Dauer: 26 Minuten

Beim Rückwärtigen Lerndesign geht es um die Bestimmung und Konkretisierung des WAS des Lernens, was wiederum eine wichtige Voraussetzung für das WIE des Lernens ist.

Das Prinzip des rückwärtigen, vom Ende her denkenden Gestaltungsansatzes, ist eine Erkenntnis aus dem Zeitalter der Kompetenzorientierung. Die Unterrichtsplanung erfolgt rückwärts von Lernzielen und authentischen Aufgaben, die auf das Wesentliche eines Lernbereiches in einem Fach fokussieren.

Authentische Aufgaben versetzen Schülerinnen und Schüler in die Lage, ihre fachliche Kompetenz zeigen und somit sichtbar machen zu können.
Authentische Aufgabe sind in einem Lebenskontext „situiert“, d.h., direkt vom Leben abgeleitet, orientiert an einem Handlungsziel, plausibel und glaubwürdig in dem Sinn, dass es für Schülerinnen und Schüler vorstellbar ist, dass sie in ihrem Leben mit einer solchen Situation konfrontiert werden könnten.

In diesem Beitrag werden auch Lernziele kritisch unter die Lupe genommen. Tanja Westfall-Greiter erwähnt Grant Wiggins, für den Ziele über das bloße „Kennenlernen“ von Inhalten und die Aneignung von Fähigkeiten hinausgehen.

Ziele müssen immer zum Ausdruck bringen, warum sich Schülerinnen und Schüler bestimmte Fertigkeiten aneignen sollen, welcher Sinn hinter dieser Fertigkeit, liegt.

Beim Rückwärtigen Lerndesignwerden die langfristigen Ziele mitgedacht, damit das, was im Unterricht geschieht, Relevanz für die Schülerinnen und Schüler bekommt, damit sie Anschluss finden können.