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M

Michael Göhlich/Jörg Zirfas

(Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 30. Januar 2018, 17:14)

Göhlich, M. & Zirfas, J. (2007). Lernen. Ein pädagogischer Grundbegriff. Stuttgart: Kohlhammer.

Lebenslang zu lernen gilt heute als Notwendigkeit. Die Gesellschaft ist zu einer Lerngesellschaft geworden und Lernen zu einem Vorgang von zentraler Bedeutung. Das Buch entfaltet die Systematik eines genuin pädagogischen Lernbegriffs und richtet sich damit gegen Verkürzungen, die mit der Verwendung psychologischer und in jüngster Zeit neurowissenschaftlicher Lerntheorien einhergehen.

Die Suche nach dem Lernbegriff in der Geschichte der Pädagogik, in der pädagogischen Anthropologie und in den Praktiken pädagogischer Institutionen sowie die Auseinandersetzung mit Lerntheorien anderer Disziplinen dienen dazu, eine den Problemen pädagogischer Praxis angemessene Theorie des Lernens zu entwerfen. In diesem Sinne werden vier pädagogische Dimensionen des Lernens rekonstruiert: Wissen-Lernen, Können-Lernen, Leben-Lernen und Lernen-Lernen.


Michael Schratz/Johanna Schwarz/Tanja Westfall-Greiter

(Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 11. Februar 2018, 18:29)

Schratz, M., Schwarz, J., Westfall-Greiter, T. (2011). Lernen als bildende Erfahrung. Innsbruck: Studienverlag.

Mit einem Vorwort von Käte Meyer-Drawe und Beiträgen von Horst Rumpf, Carol Ann Tomlinson, Mike Rose u.a.

„Lernseits“ von Unterricht tobt das schulische Leben. Das Lernen der Schüler/innen ist ständig mit dem Lehren verstrickt, bleibt aber in dessen Schatten verborgen. Pädagogisches Anliegen des Autorenteams ist, Lernen ins Licht zu rücken und Wege zu bieten, die es aus seinem Schattendasein holen.
Diesseits, jenseits, abseits: Die Wörter spielen mit den vielseitigen Facetten von Lernerfahrungen. Diese in den Blick zu bekommen, Erfahrungen des Lernens aufzuspüren und für die Kraft des Lehrens auszuschöpfen, ist das pädagogische Anliegen dieses Buches. Wie fühlt sich Lernen an? Wie zeigt sich Lernen in medias res? Wie manifestieren und artikulieren sich Lernerfahrungen? Was machen sie mit uns?
Vignetten stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Sie sind „Klangkörper des Lernens“, die Erfahrungsmomente aus dem schulischen Alltag erfassen und in prägnanten Erzählungen verdichten. Möglichst nah am Kind und anhand konkreter Unterrichtsszenen verfasst, ermöglichen sie eine Einsicht in das Lernen von SchülerInnen. Die Bilder, die sich in den Vignetten verkörpern, machen nachdenklich, lassen schmunzeln oder staunen und können somit einen Beitrag zum Überdenken der eigenen pädagogischen Erfahrungen leisten.


Mitarbeit

(Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 19. Dezember 2017, 11:43)

Die Beurteilung von Mitarbeit ist problematisch, weil die Rechtslage und Praxis auseinander klaffen. Siehe dazu (s. Eder et al,  https://www.bifie.at/buch/1024/b/6, Nationaler Bildungsbericht 2009).

Mitarbeit im Sinne der Leistungsbeurteilungsverordnung meint eigentlich unterrichtsbegleitende Leistungsfeststellungen. Das heißt, Lehrkräfte dürfen und sollen Schüler/innen bei Bestleistungen in Situationen frei vom Prüfungsstress "erwischen". Die unterrichtsbegleitende Feststellungen haben sogar Vorrang als Grundlage für die Gesamtbeurteilung.

Details, Werkzeuge und Strategien dazu finden Sie in der PPT-Datei zur Mitarbeitsfeststellung!


Mitarbeitsfeststellung

(Zuletzt bearbeitet: Samstag, 2. Juni 2018, 13:22)

Tanja Westfall-Greiter, 2012

Motivation nach McLean

(Zuletzt bearbeitet: Samstag, 2. Juni 2018, 13:02)

2010

Musterwechsel

(Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 11. Februar 2018, 18:36)

Sich bewusst auf Schulentwicklung einzulassen, bedeutet, sich mit einem Musterwechsel und Veränderung auseinandersetzen zu müssen.

Menschen reagieren auf Veränderungsdruck zumeist mit dem Versuch, „die Leistung im Rahmen bestehender Funktionalität zu verbessern“ (Kruse 2004, 19). Kruse unterscheidet daher zwischen Funktionsoptimierung, die einer typischen Lernkurve entspricht, die am Anfang eine starke Steigerung aufweist, dann aber in ein (Lern-)Plateau übergeht, das zu einer gewissen Entwicklungssättigung führt.

Es tritt der so genannte „Deckeneffekt“ auf, nach dem weitere Verbesserungen nur mehr unter Einsatz von großen Kraftreserven möglich sind.

Das alte Muster stößt gleichsam an die Grenzen dessen, was es zu ermöglichen imstande ist. Um das alte Muster verlassen zu können, sind Ereignisse bzw. Interventionen nötig, die eine Perspektive für Neues eröffnen, die den Weg zur „next practice“ weisen. Ein solcher Musterwechsel ist im Sport beispielsweise im Hochsprung zu finden:

Als die Spitzenleistungen über den traditionellen Straddle nicht mehr überboten werden konnten, eröffneten sich durch die Einführung des Fosbury Flops bei der Olympiade in Mexiko neue Möglichkeiten. Der unorthodoxe Anlauf von Richard Douglas Fosbury wurde zunächst eher misstrauisch beurteilt bzw. belächelt, da er nicht in das alte Muster passte.

Erst als die unbekannte 16jährige deutsche Gymnasiastin Ulrike Meyfahrt bei der Olympiade in München mit dem Fosbury Flop den Olympiasieg errang, hat sich das neue Muster als die neue Sprungform durchzusetzen begonnen. An diesem Beispiel lässt sich erkennen, dass Prozessmusterwechsel meist als Angriffe auf das Etablierte gesehen und daher in der Regel misstrauisch beobachtet werden.

Veränderungen des Status quo werden selten mit Begeisterung aufgenommen. Durch die anfängliche Unsicherheit erfolgt meist auch insgesamt eine gewisse Instabilität: Die alten Muster greifen nicht mehr, die neuen sind noch nicht stabilisiert. Es handelt sich um eine Art Inkubationsphase für die Integration des Neuen, das das Alte durcheinander bringt oder sogar in Frage stellt.

Das Neue wird sozusagen geboren. Daher braucht Lernen Spielräume und Fehlertoleranz.

Lernen erfolgt nicht nach einem "Masterplan", sondern aus der Ahnungslosigkeit, dem Nicht-Wissen und der unbewussten Inkompetenz, die erst durch negative Erfahrungen (vgl. Benner 2005) irritiert werden, wodurch es zur Unterbrechung alter Muster kommt. Diese Brüchigkeit ist das Kennzeichen der Inkubationsphase, in der das Neue geboren wird.

Optimierungsbemühungen von "good practice" zu "best practice" versuchen den Weg zu ebnen, verhindern dadurch aber den erforderlichen Musterwechsel zur "next practice".

„Während Störungen, Schwierigkeiten und andere Inadäquationen unpolulär sind, weil reibungslose, hochtourige Anpassung in eine stressfreien Atmosphäre das Ideal der Zeit ist, misst eine pädagogische Theorie des Lernens gerade der zeitraubenden Irritation eine erhebliche Bedeutung bei.“ (2008, S. 15).

Vorstellungen von Unterricht und seinen Ergebnissen , die weder in unsere Zeit noch zu unseren Schülerinnen und Schülern zu passen scheinen, stellt sich die entscheidende Frage: Suchen wir uns eine andere Zeit und ein neues Volk für unsere Schulen oder gelingt es uns, an die Wurzeln zu gehen und Schule im Sinne von next practice neu zu denken?
(vgl. Schratz & Thurn 2002, S. 12)

Wenn wir der Frage nachgehen, wie es zum Musterwechsel im Denken und Handeln in Schule und Unterricht kommt, zeigen sich unterschiedliche Zugänge: Vielfach sind es Zufälle, wie in anderen Lebensbereichen auch: R. D. Fosbury musste einem Baum im Garten seiner Eltern ausweichen, der ihm den Anlauf versperrte, und erfand so seinen neuen „Flop“.

Um die Schule neu zu denken (vgl. Hentig 1993) nehmen wir die künftigen Erlebniswelten von Schülerinnen und Schülern als Ausgangspunkt einer pädagogischen und bildungspolitischen Zukunftsreise. Schule aus den zukünftigen Erlebniswelten von Kindern und Jugendlichen neu zu denken, ist eine Gedankenübung wert, da sich darin womöglich die Grenzen unserer (Denk-)Möglichkeitsräume zeigen.


N

Norman Webb

(Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 30. Januar 2018, 17:19)

http://www.webbalign.org/

Depth of Knowledge (DOK), 1997

Das Modell von Norman Webb (1997) gliedert sich in vier Bereiche:

  1. Erinnern: Fakten, Informationen, Begriffe, einfache Verfahren
  2. Fertigkeiten/Schlüsselkonzepte: Informationen bzw. Schlüsselkonzepte anwenden
  3. Strategisches Denken: Verschiedene Lösungswege erarbeiten und begründen, höherer Abstraktionsgrad
  4. Erweitertes Denken: Lösungsstrategie aus vielen möglichen entwickeln und anwenden


O

Orientierungshilfe Leistungsbeurteilung, Teil 1, Grundlagen und Begriffe

(Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 28. Februar 2018, 11:43)

Tanja Westfall-Greiter, 2012

Orientierungshilfe Leistungsbeurteilung, Teil 2, KEL-Gespräche

(Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 28. Februar 2018, 11:46)

Tanja Westfall-Greiter, 2012

Orientierungshilfe Leistungsbeurteilung, Teil 3, Ergänzende Differenzierende Leistungschreibung

(Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 28. Februar 2018, 11:48)

Tanja Westfall-Greiter, 2012


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