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Diversität

(Last edited: Thursday, 8 February 2018, 6:43 PM)

Diversität ist Normalität. Was wir alle gemeinsam haben ist, dass wir anders sind. Deswegen schlagen Arens & Mecheril (2010) den Leitsatz  "Jede/r ist anders anders" vor. Zugleich macht Güngör (2013) bewusst, dass Menschen mehr gemeinsam haben als sie meinen (sein Vortrag auf BildungsTV). Meyer-Drawe (2012) bringt es auf den Punkt: Aus pädagogischer Sicht ist „das Rätsel, wie Menschen einander gleichen und doch zu besonderen werden“ nicht vollständig zu klären (ihr Vortrag auf BildungsTV).

Es gilt, bewusst mit der Institution Schule umzugehen, denn:

„Schule wiederspiegelt gesellschaftliche Verhältnisse. Schule produziert aber auch gesellschaftliche Verhältnisse. Die Schule ist konstruierend... Differenz wird häufig verwendet als Kennzeichnung der Kinder. Sie ist allerdings zunächst eine Reflexionsfrage: Wie viel Differenz erlauben wir? Wie viel lassen wir zu? Wie gehen wir damit um?“

– Paul Mecheril aus einem Vortrag zum Thema
Differenz am 7. Mai 2009, „Kreativität & Innovation“, Hall in Tirol

Reflexionsfragen

  • Wie verhalte ich mich gegenüber Unterschiedlichkeit? Wie schaue ich auf Unterschiedlichkeiten? Wie differenzfähig bin ich?
  • These: Angenommen, dass Schule Differenz produziert, die zunächst nicht da war, welche Differenzen wollen wir entstehen lassen? Welche nicht?
  • Von welchen Normen und Normalitätsvorstellungen gehe ich in meiner pädagogischen Arbeit aus?
  • Welches Idealbild, welche Vorstellungen einer Schülerin/eines Schülers habe ich      vor Augen?
  • Welche Werthaltungen vertrete ich persönlich und inwieweit beeinflussen meine Vorstellungen davon, was richtig/falsch, gut/schlecht, normal/abnormal ist, meinen Blick auf Schüler/innen und Kolleginnen /Kollegen?
  • Wie gehe ich damit um, dass die Schule selbst Differenz produziert? Was ist meine Rolle darin?
  • Wie stehe ich zur Diversität? Wie schaffe ich es, mit der "unmöglichen Pluralität" umzugehen, um das Potential darin auszuschöpfen?
  • Mit welcher Brille schaue ich auf meine Schüler/innen/Kolleginnen/Kollegen/die Schulleiterin/den Schulleiter/die Eltern?
  • Wie schaue ich auf Unterschiedlichkeiten?
  • Wie schauen wir auf Unterschiedlichkeiten?
  • Welche Attraktivität hat Differenz für uns und wie gehen wir damit in Anbetracht der Tatsache um, dass Schule Differenz produziert?
  • Ist Differenz für uns in eine Bedrohung?
  • Orientieren wir uns  an der Durchschnittsschülerin/am Durchschnittsschüler?
  • Gibt es  Durchschnittsschüler/innen?
  • Was ist meine Norm?
  • Woran orientiere ich mich?
  • Wie verhalte mich gegenüber Unterschiedlichkeit? Wie schaue ich auf Unterschiedlichkeiten? Wie differenzfähig bin ich?
  • Von welchen Normen und Normalitätsvorstellungen gehe ich in meiner pädagogischen Arbeit aus?
  • Welches Idealbild, welche Vorstellungen einer Schülerin /eines Schülers habe ich vor Augen?
  • Welche Werthaltungen vertrete ich persönlich und inwieweit beeinflussen meine Vorstellungen davon, was richtig/falsch, gut/schlecht, normal/abnormal ist, meinen Blick auf Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen?
  • Wie gehe ich damit um, dass die Schule selbst Differenz produziert? Was ist meine Rolle darin?
  • Wie stehe ich zur Diversität? Wie schaffe ich es, mit der "unmöglichen Pluralität" umzugehen, um das Potential darin auszuschöpfen?

Weitere Ressourcen:

Flexible Differenzierung im InfoPool

Auszug aus Aufnahmen von BildungsTV beim 1. Regionalen Lernatelier der G4 West in St. Johann im Pongau, 19. - 20. Oktober 2011. Tanja Westfall-Greiter, Bundeszentrum für lernende Schulen, reflektiert mit Lerndesignerinnen und Lerndesignern, was Schülerinnen und Schüler in ihrem ganz persönlichen und somit einzigartigen "Rucksack" in die Schule mitbringen.