Benotungsmodell

(Last edited: Thursday, 8 February 2018, 6:22 PM)

Über Noten wird in der Öffentlichkeit gerne gesprochen: Bestnoten, schlechte Noten, geschenkte Noten, ungerechte Noten, auf Hundertstel genau errechnete Noten. Wie aber entstehen faire und gerechte Noten? Ein transparentes, nachvollziehbares Benotungsmodell kann hier Unterstützung bieten.

Noten können als Gutachten über erbrachte Leistungen verstanden werden. Gutachter/innen brauchen gezielte Informationen zu den Dingen, die sie begutachten, um aussagekräftige Gutachten zu liefern. Diese "gezielte" Informationen sind an Kriterien orientiert, die für eine Begutachtung relevant sind.

Auf ähnlicher Weise benötigen Lehrpersonen relevante Informationen, die sie über die Leistungsqualität der Schüler/innen aufzeichnen, um möglichst gerecht, ehrlich und sachlich zu beurteilen. Dazu dient ein Benotungsmodell.

Ein Benotungsmodell besteht aus: 

  • Fachbezogene Zielbilder für wesentliche Kompetenzen
    • Konkretisierung  von Wissen – Verstehen – Tun Können
    • Kompetenzorientierte Jahresplanung oder
    • Lerndesigns oder
    • Kompetenzraster
  • Beurteilungsraster bzw. 4.0 Skalen
    • Legen Kriterien für die Beurteilung der jeweiligen Kompetenz fest
    • Beschreibung der Performanzen auf 4 Stufen
      • Mit Hilfe
      • Ziel teils erreicht
      • Ziel erreicht
      • Ziel übertroffen
  • Dokumentations – und Aufzeichnungsmethode(-n) für die Leistungsfeststellung
    • Kompetenzdiagramme
    • Aufzeichnungstabellen
    • Entscheidungsgrundlage für die Ermittlung der Note am Ende des Benotungszeitraumes

Schüler/innen und ihre Eltern bzw. Erziehungsberechtigten wissen somit aufgrund der Zielbilder und Beurteilungsraster was erwartet wird und wie die Qualität bestimmt wird. Zielbilder und Beurteilungsraster helfen ihnen bei der Selbsteinschätzung, Kompetenzdiagramme vermitteln ein anschauliches Bild über den Verlauf der Kompetenzentwicklung und die Entscheidungsgrundlage legt klar fest, wie aus Einzelergebnissen eine Gesamtnote am Ende des Beurteilungszeitraumes entsteht.

 

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