3 Praxen

(Last edited: Thursday, 18 January 2018, 12:33 PM)

Beurteilung besteht aus 3 Praxen:

Formative Leistungsbeurteilung liefert unterrichtsbegleitende Informationen über den aktuellen Lernstand einer Schülerin / eines Schülers und somit über die Wirksamkeit des Lehrens und der Lernumgebung. Kaum eine andere Praxis wurde so häufig untersucht und für wirksam gehalten, denn sie ist die Praxis, die die Lücke zwischen Gelehrtem und Gelerntem erschließt! Die formative Leistungsbeurteilung wird als Informa­tionsfeststellung in der LBVO bezeichnet. Die Beurteilung liegt dabei in der Einschätzung der Qualität der Leistung. Dies ist notwendig, um den Lernenden lerndienliche Rückmeldung zu geben und nächste Lehr- bzw. Lernschritte zu planen. Diese Feststellungen haben daher primär eine Feedback-Funktion sowohl für den Lernenden als auch den Lehrenden. Informationsfeststellungen werden nicht herangezogen um Belege für die Erstellung einer Gesamtbeurteilung zu sammeln. Fehler und Scheitern sind Teil des Lernens und Kompetent-Werdens. Man spricht bei der formativen Leistungsbeurteilung daher von »Beurteilung für Lernen«.

Summative Leistungsbeurteilung stellt das erreichte Niveau der Leistung zum Zwecke der Dokumentation zu einem bestimmten Zeitpunkt fest. Das Summative wird deshalb oft »Beurteilung von Lernen« genannt.

Partizipative Leistungsbeurteilung bezeichnet die Mitbestimmung und Parti­zipation der Schülerinnen und Schüler bei der Entdeckung und Festlegung von Kriterien. Wie zeigen wir, dass wir die Lernziele erreicht haben? Wie stellen wir fest, wie gut unsere Leistung ist? Gemeinsam werden die Kriterien zur Frage, »Was ist gut?« ausgehandelt. Die Lernenden beteiligen sich an den Fragen nach der Methode der Beurteilung. Deshalb spricht man von »Beurteilung als Lernen«.

Mehr zu dem Praxismix finden Sie in Werkstätten Lerndesignarbeit

 

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