Themenraum Lerndesign

3 Wie setzt man das um?

3.2 Weitere Versionen von Planungsformularen

DownloadVorlage: Lerndesignformular 1

abgeleitet von McTighe & Wiggins (2004)

Fach/Lernthema:

Phase 1: Das Wesentliche bestimmen/Lernziele multidimensional festlegen

Was sind die Kernideen, die nachhaltig und unverzichtbar sind?

Die Lernenden werden verstehen oder erkennen, dass:

Welche Kernfragen sind in diesem Zusammenhang relevant?

 

Welche Missverständnisse, Irrtümer bzw. falschen Konstrukte kommen häufig vor?

Das Verstehen könnte blockiert werden, wenn die Lernenden meinen oder glauben, dass:

Wissen Können
Die Lernenden werden wissen: Die Lernenden werden tun können:
   
Person (optional) Gruppe (optional)
Die Lernenden werden persönlich Zugang finden und erleben: Die Lernenden werden gemeinsam:
   

Phase 2: Lernprodukte als Beweis für den Lernerfolg gestalten

Ziel  
Produkt/Leistung  
für wen?  
in welcher Rolle?  
in welcher Situation?  
Beurteilungskriterien  

Andere Kompetenzbeweise, die zu berücksichtigen sind: Hierein fallen alle Checks von Teilfertigkeiten, reine Wissensabfragen, kurze schriftliche Beantwortungen von Fragen, Möglichkeiten der Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler am Lernweg,……

Phase 3: Lernprozess gestalten (WEG FREI)

Wo(hin): Was haben die Lernenden bisher erreicht? Wo stehen sie jetzt? Wie mache ich die Ziele klar?  
Einstieg: Wie wecke ich Neugier und Interesse am Beginn? Was ist der Anlass?  
Geschehnisse: Was geschieht, damit die Lernenden das Wesentliche entdecken und erleben? Wie rüste ich sie mit den notwendigen Kompetenzen und mit Wissen aus?  
Fördern & Fordern: Wie rege ich Auseinandersetzung mit dem Thema an? Wie fördere und fordere ich sie beim Lernen, Üben, Bearbeiten?  
Reflexion: Wie helfe ich ihnen, ihre Lernfortschritte und Lernergebnisse kontinuierlich, sich selbst und anderen, zu demonstrieren, beweisen und evaluieren?  
Engagement: Wie kann ich den Lernenden helfen, einen persönlichen Zugang zum Lernthema zu finden, damit alle optimal engagiert und leistungsfähig sind?  
Implementierung: Welche Differenzen soll ich berücksichtigen? Was und wie kann ich wirkungsvoll differenzieren? Wie organisiere und ordne ich die Lernaufgaben, damit alle optimal lernen?  

DownloadVorlage: Lerndesignformular 2

von Susanne Buchmann, Lerndesignerin NMS Pettenbach

Fach/Fächer Schulstufe Lernthema
     
Kernideen:  
Sie definieren was die Schüler/innen unbedingt begreifen müssen, um eigenständig zu handeln. Sie werden in ganzen Sätzen formuliert, z.B. „Ein System besteht aus Teilen, die einander beeinflussen“.
Kernfragen:  
Sie sind offen, wiederkehrend, sinnstiftend und leitend, z.B.: Wie wirkt sich das aus? Welches Muster erkenne ich? Wie funktioniert das? Wo führt das hin? Was sind die gemeinsamen Nenner? Wieso da (und nicht dort)?
Lernziele:
Verstehensziele: Am Ende verstehen die Schülerinnen und Schüler, dass ...
Sie sind unverzichtbar für sinnvolles Üben und kompetentes Handeln. Sie erfassen die Kernideen, z.B. „dass Pflanzen nach Merkmalen identifiziert und kategorisiert werden“ / „dass die Körperorgane einander beeinflussen“.
Wissensziele: Am Ende wissen/kennen die Schülerinnen und Schüler:
Sie nennen Formeln, Fakten, Merkmale, Fachvokabular, die Schüler/innen parat haben sollen, um zu handeln. Sie können in „unbedingt“ (Kern/must-have) und „bedingt“ (nice-to-have) unterteilt werden, um Differenzierung zu erleichtern.
Tun-Können: Am Ende können die Schülerinnen und Schüler:
Sie sind die Fertigkeiten, die notwendig sind, um kompetent zu handeln. Sie sind als Aktivitäten formuliert, z.B. „Informationen aus einem Sachtext entnehmen“.
Transfer
Wie zeigt sich diese Kompetenz? In welchen Situationen kommt entsprechender Handlungsbedarf vor? Nach welchen Kriterien wird die Qualität der Handlung beurteilt? Authentische Aufgabe/n für die Beurteilung:
Beurteilungsraster (4.0-Skala)
4.0
Ziel übertroffen
 
3.0
Ziel getroffen
 
2.0
Ziel teils getroffen
 
1.0
Kein Transfer
Mit Hilfe teils 2.0 und 3.0